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Kulturschloss Wandsbek
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Sir John Eliot Gardiner

Zur feierlichen Saisoneröffnung der Elbphilharmonie Konzerte 2015/2016 und zum  Auftakt der Reihe »Nordic Concerts« erklingt am 5. Oktober Christoph Willibald Glucks berühmte Oper »Orphée et Eurydice« in französischer Fassung. Geleitet wird die konzertante Aufführung im Großen Saal der Laeiszhalle von Sir John Eliot Gardiner, dem Experten für Historische Aufführungspraxis. Aus seiner Heimat Großbritannien bringt der Dirigent zwei exzellente Ensembles mit: die English Baroque Soloists und den Monteverdi Choir. In den Solopartien sind die jungen Opernstars Michele Angelini, Lucy

Crowe und Amanda Forsythe zu erleben. Sir John Eliot Gardiner galt schon in jungen Jahren als wahrer Revolutionär der Alten Musik-Szene und Experte für Historische Aufführungspraxis. Bereits als 20-Jähriger gründete er den Monteverdi Choir, wenig später das Monteverdi Orchestra, aus dem sich später die English Baroque Soloists formierten. So fügt sich Gardiner mit seinen preisgekrönten Ensembles nicht nur in die Reihe »Oper konzertant« ein, sondern setzt auch gleich zu Beginn ein Highlight in der Reihe »Nordic Concerts«, in der in dieser Saison ausschließlich Originalklangensembles zu Gast sind. Mindestens so revolutionär wie Gardiner war seinerzeit Christoph Willibald Gluck mit seiner Oper »Orphée et Eurydice«.

Mit diesem Werk wollte er vor allem die Künstlichkeit der italienischen Barockoper reformieren und tat sich dazu mit dem Librettisten Ranieri de’ Calzabigi zusammen. So reduzierten sie beispielsweise die beteiligten Rollen auf nur drei Personen und kürzten die Länge der Oper. Ziel war es, wieder den Menschen mit seinen Gefühlen in den Mittelpunkt zu stellen und echte Dramatik zu schaffen. Hierfür bietet das Liebesdrama um Orphée et Eurydice reichlich Material: Zu Beginn beklagt Orphée den Göttern gegenüber den Tod seiner Frau Eurydice. Er bekommt die Möglichkeit, sie aus der Unterwelt zu befreien, allerdings unter der Bedingung, sie nicht anzusehen und nicht mit ihr zu sprechen. Als Eurydice schließlich glaubt, Orphée liebe sie nicht mehr, und sich weigert, ihm weiter zu folgen, sieht er sie an, woraufhin Eurydice stirbt. Orphée will sich nun selbst töten, doch der Liebesgott erscheint und erweckt Eurydice wieder zum Leben.

In den Gesangsrollen sind mit dem italienisch-amerikanischen Tenor Michele Angelini (Orphée), der britischen Sopranistin Lucy Crowe (Eurydice) und der Amerikanerin Amanda Forsythe (L’Amour) Solisten der Spitzenklasse zu erleben.

Mo 05.10.15 / 20.00 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal

Nordic Concerts / Oper konzertant. English Baroque Soloists,  Monteverdi Choir, Michele Angelini, Orphée Lucy Crowe, Eurydice Amanda Forsythe, L’Amour Sir John Eliot Gardiner, Dirigent Christoph Willibald Gluck: Orphée et Eurydice (Französische Fassung)

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