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Professor Dr. Barbara Plankensteiner verlängert Ihren Vertrag im Museum am Rothenbaum

Brosda: „Plankensteiner ist eine hoch geschätzte Partnerin im Rahmen der Aufarbeitung unserer kolonialen Vergangenheit.“

Der Stiftungsrat der Stiftung Museum am Rothenbaum Kulturen und Künste der Welt (MARKK) hat die Verlängerung des Vertrages von Barbara Plankensteiner als Direktorin um weitere fünf Jahre, bis 2027, einstimmig beschlossen. Damit unterstützt der Stiftungsrat die Neuausrichtung des MARKK unter der Federführung von Barbara Plankensteiner.

Barbara Plankensteiner hat das ehemalige Museum für Völkerkunde 2017 als Direktorin übernommen und seither wesentliche Impulse für seine inhaltliche Modernisierung und Neu-positionierung gesetzt. Eine entscheidende Maßnahme war die Umbenennung in Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt (MARKK), ein Name der die inhaltliche Neuausrichtung deutlich sichtbar macht und sich in kürzester Zeit durchgesetzt hat. Heute fördert das MARKK die Wertschätzung für Kulturen und Künste der Welt und bietet gleichzeitig Raum für kritische Reflexion und Inspiration in Auseinandersetzung mit seinen Sammlungsbeständen, die die Beziehungen der Handelsstadt Hamburg in alle Welt widerspiegeln.

Es gelang ihr zudem durch vielfältige nationale und internationale Kooperationen das MARKK weit über Hamburg hinaus neu zu vernetzen und zu positionieren. Sie ist Co-Sprecherin der renommierten Benin Dialogue Group und nahm in dieser Funktion an den jüngsten Gesprächen in Nigeria teil, in denen Deutschland unter der Leitung des Außenministeriums über die Rückgabe der Benin Bronzen verhandelte. Mit dem Projekt Digital Benin setzte Barbara Plankensteiner neue Maßstäbe in der transnationalen, digitalen Erforschung von Sammlungsbeständen.

Es ist ihr in den vergangenen Jahren außerdem gelungen, neben ihrem engagierten und kompetenten Team, internationale Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler und Künstlerinnen und Künstler ans MARKK zu holen, um gemeinsam wegweisende Ausstellungen zu aktuellen Themen und Fragestellungen umzusetzen. Dafür konnte sie auch auf die Finanzierung zahlreicher privater und öffentlicher Stiftungen zurückgreifen, die sie in ihrem Bemühen unterstützen, dem Museum ein neues Profil zu geben.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Ethnologischen Museen kommt in der globalisierten und vernetzten Welt, und insbesondere in einer diversen Großstadt wie Hamburg, eine ganz besondere Rolle zu. Gleichzeitig müssen sie sich ihrer schwierigen kolonialen Vergangenheit stellen, ihre Sammlungen neu bewerten und auch Teile davon zurückgeben, die im Zuge von kolonialem Unrecht zu uns gekommen sind. Barbara Plankensteiner hat diese schwierige Aufgabe von Beginn an mit hoher fachlicher Kompetenz und großem persönlichen Engagement vorangetrieben. Sie ist eine international hoch geschätzte Persönlichkeit und Partnerin im Rahmen der Aufarbeitung unserer kolonialen Vergangenheit. Ich danke Barbara Plankensteiner sehr für ihre wichtige Arbeit und freue mich, dass wir gemeinsam den begonnenen Weg, der Aufarbeitung und des kulturellen Austausches, fortsetzen können.“

Professor Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin MARKK: „Ich bin dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung, die mir für meine zweite Amtsperiode entgegen gebracht werden. Nachdem wir im MARKK in den letzten Jahren grundlegende inhaltliche Umbrüche einleiten und unser Team erweitern konnten, freue ich mich nun darauf, auch die strukturellen Herausforderungen des Gebäudes und des Depots zu lösen, um das Museum für die Hamburger Stadtgesellschaft und darüber hinaus weiter zu öffnen und dem Programm wie auch der wichtigen Sammlung künftig den gebotenen Rahmen schaffen zu können.“

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