Kultur in Hamburg
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Kulturschloss Wandsbek
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„Mittendrin“

foto1Am vergangenen Donnerstag, 28. September war die Vernissage zu einer tollen und bemerkenswerten Ausstellung im Kesselhaus des Stadtteilarchivs Ottensen. „Mittendrin“ hat Barbara-Kathrin Möbius ihre Ausstellung, die bis zum 16. November 2017 zu sehen ist, betitelt.

foto 2Ob die heftigen Kontroversen um die Überbauung des jüdischen Friedhofs (Mercado), die sie in Form einer „Warteschlange“ (44 z.T. lebensgroße Pappfiguren) verarbeitete, oder die sozialen Gegensätze in Ottensen, Gelackte und Gelackmeierte – mit wachen Augen, spitzer Feder, rasantem Pinsel und reichlich hintergründigem Humor hält Barbara-Kathrin Möbius (geb. 1967 in Hamburg), seit sie in den 80er Jahren hierher zog, ihre Eindrücke aus dem „Dorf“ fest, einem Stadtteil im Umbruch.
Ob großformatig, wie die Bleistiftzeichnungen vom Spritzenplatz „Künstlerputze vom öffentlichen Dienst“ (240 cm) und „Malerfürst“ (310 cm), oder im „Hamburger Stadt-Straßentagebuch“, immer wieder sind es Alltagsgeschichten, menschliche Widersprüche, schlicht der beinahe greifbare Wahnsinn unserer „Wohlstandsgesellschaft“, der viele ihrer Arbeiten bestimmt. Was ist Traum, was Albtraum?
Wiedererkennungseffekte beim Betrachter? – Keinesfalls ausgeschlossen! Neben zum Teil selten gezeigter Zeichnungen sind Leinwandarbeiten, die in ihrem derzeitigen Atelier in der Hamburger Speicherstadt entstehen, in der Ausstellung zu sehen. www.bkmöbius.de

Die Einführung in die Künstlerin und die Ausstellung hatte Eberhard Möbius (weder verwandt noch verschwägert mit Barbara-Kathrin Möbius) unter dem Titel „Möbi mit ein paar Bemerkungen und Gedichte“ übernommen. Er erzählte dabei auch u.a. seine Geschichte, wie er zur Kultur und Kunst kam und interpretierte die mit viel Phantasie versehenen Bilder von Barbara-Kathrin Möbius. Er prägte dabei einen Kernsatz, der für alle Kunst- und Kulturschaffenden gilt: „Wir sind alle Handwerker für Träume“ und überreichte Barbara-Kathrin Möbius eine kleine aber emotional geladene Kachel aus seinem – wie er sagte – kleinen Kachelofen.

Eine Vernissage wie Künstler sie sich immer wünschen: Fast einhundert Gäste aus vielen Bereichen kamen, um Barbara-Kathrin Möbius zu dieser fantastischen Ausstellung zu gratulieren.

Am 9. November gibt es um 19.30 Uhr die musikalische „Midissage“ mit dem Solo-Gitarristen Mehmet Ergin.

Die Ausstellung wurde gefördert aus Mitteln der Stadtteilkultur des Bezirkes Altona.

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Rechtsanwälte Lemke Hildebrand

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