Mit Armin Sandig ist ein Teil der Hamburger Kultur gestorben
Künstler und langjähriger Präsident der Akademie der Freien Künste in Hamburg im Alter von 86 Jahren gestorben.
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Professor Armin Sandig hat sich um die Hamburger Kultur verdient gemacht. Ich habe ihn stets als einen sehr anregenden Gesprächspartner geschätzt. Seine weit gefächerten Interessen, sein enormes Wissen im Bereich der Musik, der Literatur, der Philosophie, sein Denken auf der Höhe der Zeit, seine Urteilskraft, sein Engagement für die Freie Akademie der Künste und für die gesamte Kultur in Hamburg – all dies wird uns sehr fehlen. Wir wissen aber, dass es in seinem Sinne wäre, wenn wir uns über das freuten, was er uns hinterlassen hat und was unvergänglich bleiben wird: Sein reiches künstlerisches Erbe.“
Armin Sandig, der 1929 in Hof geboren wurde, hat sich bereits im jugendlichen Alter als Autodidakt einen Namen als Maler gemacht. Seit 1951 lebte er in Hamburg, von 1980 bis 2011 – also über 30 Jahre – leitete er die Freie Akademie der Künste und hat wesentlich zu deren Aufbau und Erfolg beigetragen. 1960 erhielt er das Hamburger Lichtwark-Stipendium für seine künstlerischen Arbeiten, 1972 wurde er mit dem Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet, 1992 mit dem Friedrich-Baur-Preis für Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1989 ernannte ihn der Hamburger Senat in Anerkennung für seine Arbeit für die Freie Akademie zum Ehrenprofessor. 2002 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Armin Sandig war ein Künstler im umfassenden Sinn. Sein Leben lang hat er sich auch in übrigen Disziplinen der Künste und die Fächer der Geisteswissenschaften kundig eingemischt. Umgekehrt haben sich Philosophen und große Literaten früh mit Sandigs künstlerischen Arbeiten beschäftigt, unter anderem Max Bense und Helmut Heißenbüttel.





