Hohenfelde und Uhlenhorst
Ein historischer Bildband über die reizvollen Stadtteile im Herzen Hamburgs. Auf 128 reich illustrierten Seiten nimmt die Geschichtswerkstatt St. Gertrud den Leser mit auf einen spannenden Streifzug durch die Historie der Stadtteile Hohenfelde und Uhlenhorst in der Zeit zwischen 1850 und 1980. Die überwiegend unveröffentlichten Fotografien und Postkarten, die aus verschiedenen Archiven und privaten Beständen stammen, dokumentieren neben der städtebaulichen Entwicklung auch das alltägliche Leben der Bewohner zwischen Arbeit, Freizeit und Erholung. Seltene Aufnahmen aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren zeigen sowohl die verheerenden Zerstörungen als auch den neuen Lebensmut der Wiederaufbaujahre.
Einmalige Aufnahmen der Lübecker Straße, der Güntherstraße und der Mundsburger Brücke zeigen das einstige Gesicht Hohenfeldes vor 1945. Vom bekannten Tanzlokal „Lübscher Baum“ ausgehend, macht der Leser eine Fahrt mit dem Pferdeomnibus und wirft einen Blick in die Behandlungsräume des Marienkrankenhauses. Die Veränderungen nach dem Krieg dokumentieren Fotografien des Mühlendamms und der Ekhofstraße. An den Alltag der Kinder erinnern Bilder von Geburtstagsfeiern, Faschingsfesten im Kindergarten oder der Schule. Die Uhlenhorst präsentiert sich mit vor 1945 aufgenommenen Ansichten der „Schönen Aussicht“, dem Hofwegkanal und dem Uhlenhorster Fährhaus als idyllischer Stadtteil. Der Winterhuder Weg mit dem Wasserturm oder der Gemeindesaal in der Schillerstraße finden sich ebenso in Wort und Bild festgehalten wie das rege Treiben vor den Geschäften in der Herderstraße. Die verheerenden Folgen des Krieges dokumentieren Aufnahmen des zerstörten Winterhuder Wegs sowie des in Trümmern liegenden Ufa-Hauses an der Mundsburg. Fotografien von der Oberaltenallee, der Schenkendorfstraße und des Hofwegs spiegeln die Veränderungen in den 1950er- und 1960er-Jahren wider. Historische Bilder erinnern an die Grundsteinlegung der St. Gertud-Kirche (1882) und an das Richtfest zwei Jahre später. Ansichten vom Kircheninneren und des Pastorats fehlen ebenso wenig wie Aufnahmen vom Bau des Gemeindezentrums und den Renovierungsarbeiten am Kirchturm 1988/89. Auf alten Aufnahmen von Konfirmationsfeiern entdeckt der Betrachter auch den bekanntesten Konfirmanden der St. Gertrud-Kirche: Helmut Schmidt.
Die Geschichtswerkstatt St. Gertrud widmet sich seit rund 15 Jahren der Historie der Stadtteile Hohenfelde und Uhlenhorst. In Ausstellungen, bei Lichtbildvorträgen und Stadtteilrundgängen geben die Mitglieder ihr profundes Wissen weiter. 2010 veröffentlichte die Geschichtswerkstatt eine Festschrift zum 125. Jubiläum der St. Gertrud-Kirche.
HOHENFELDE UND UHLENHORST von der Geschichtswerkstatt St. Gertrud: ISBN 978-3-95400-280-1 • 19,99 €[D] • 128 S. • 174 Abb. • gebunden • 16,5 x 23,5 cm • 500 g





