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Die Spielzeit 2022/23 im Ohnsorg-Theater

Die Spielzeit 2022/2023 steht im Ohnsorg-Theater ganz unter dem Motto „Tosamen“.
Ohnsorg-Intendant Michael Lang berichtete bei der Spielzeitpressekonferenz im Ohnsorg-Theater, wie inspirierende Theatererlebnisse trotz aller Corona-bedingten Einschränkungen wieder möglich sein sollen:

„Nach längerer Zeit der Pandemie, in der Nähe und Live-Gemeinschaftserlebnisse kaum stattfinden konnten, ist es nun wieder an der Zeit zusammenzurücken, zusammenzustehen und gemeinsam Geschichten zu erleben. Und die Theater sind die richtigen Orte für das gemeinschaftliche Nachdenken über uns, unsere Zeit und unsere Gesellschaft. Wir möchten wieder die verbindende Kraft des Theaters erleben, die plattdeutsche Sprache, unsere Identität und die norddeutsche Heimat und ihre Typen entdecken.“

Oberspielleiter Murat Yeginer stellte die Spielzeit 2022/2023 im Großen Haus vor. Sie startet mit einem absoluten Ohnsorg-Klassiker, einer Neuinszenierung von „Dat Hörrohr“ von Karl Bunje mit Wolfgang Sommer in der Rolle des Opa Meiners und Beate Kiupel als seine Schwiegertochter Bertha.

In der Komödie „All ünner een Dannenboom“ von Lo Malinke steht das heutige Patchwork-Familienleben im Fokus – von dem jedoch die längst erwachsenen Kinder nichts wissen. Daher soll ihnen wie jedes Jahr zu Weihnachten eine heile Familie vorgespielt werden. Allerdings haben ihre Eltern die Rechnung ohne ihre neuen Lebenspartner*innen gemacht … Regie führt Oberspielleiter Murat Yeginer.

Im hochdeutschen Weihnachtsmärchen „Hase und Igel“ in der Regie von Nora Schumacher wird in diesem Jahr auch die ein oder andere plattdeutsche Redewendung einfließen, damit der Nachwuchs schon einmal in diese schöne Sprache hineinschnuppern kann.

Mit „De leven Öllern“ wird im neuen Jahr eine sehr erfolgreiche Familienkomödie aus Frankreich deutsche Erstaufführung am Ohnsorg-Theater feiern – jede Menge schwarzer Humor inklusive und ebenfalls in der Regie von Nora Schumacher.

Mit der Dramatisierung von Siegfried Lenz‘ Erzählung „Dat Füerschipp“ kommt eine echte Schiffserzählung aus dem Norden in der Regie von Murat Yeginer auf die Bühne des Ohnsorg-Theaters.

Überraschend wird es im Frühling, denn hier gibt es eine neue norddeutsche Geschichte zu erleben – und das sogar als Uraufführung. Es handelt sich dabei um den Siegertitel des Autorenwettbewerbs des Ohnsorg-Theaters „Große Freiheit Schreiben“, der von einer 10-köpfigen Fachjury aus 150 eingesandten Manuskripten ausgewählt wurde.

Die letzte Neuinszenierung der Spielzeit ist mit „De Heven schall töven“ eine schwarzhumorige Komödie nach dem Film „Wer hat Angst vorm weißen Mann“ von Dominique Lorenz mit Oskar Ketelhut in einer Hauptrolle. Regie führt Meike Harten.

Und auch im mittlerweile 10-jährigen Ohnsorg Studio heißt es: Wi kiekt na vörn! Das Ohnsorg Studio widmet sich in seiner Jubiläumsspielzeit zwei großen Hamburger Themen: der Flut von 1962 („Ringel, Rangel, Rosen“ von Kirsten Boie) und der Situation der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Finden einer neuen Heimat in Norddeutschland („Altes Land“ von Dörte Hansen). Dabei steht sowohl thematisch als auch gedanklich der Bogenschlag ins Heute im Fokus. Vun Güstern un vundagen.

Seit Gründung des Studios in der Spielzeit 2012/2013 ist das Prinzip der Zweisprachigkeit – die Stücke werden in einem Sprachmix aus Hoch- und Plattdeutsch auf die Bühne gebracht – verbindendes Element zwischen Plattsprechern und Nichtplattsprechern, Norddeutschen und Zugezogenen und lädt nicht zuletzt das junge Publikum ein, die Regionalsprache Plattdeutsch kennenzulernen. So hat sich auch das Angebot von zwei Kinderstücken je Spielzeit um drei Klassenzimmer- bzw. Schulhoftheaterstücke erweitert, die über die gesamte Spielzeit in Hamburger Schulen gezeigt werden.

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