Die nächsten Produktionen im Thalia-Theater
Die Erste-Weltkriegs-Polyphonie FRONT, von der WELT als „Deutschlands wichtigster theatraler Beitrag zum Weltkriegsgedenken“ gefeiert, kommt von seinen Gastspielreisen aus Edinburgh, Gent, Belgrad und Sarajewo – dem Ort, an dem durch das Attentant auf den ungarisch-österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand der Krieg ausgelöst wurde – zurück und ist am 7. Oktober wieder auf der Bühne des Thalia zu sehen. Eine weitere Erfolgsproduktion von Luk Perceval, Jeder stirbt für sich allein, wird am 4. und 5. Oktober wieder aufgeführt, am 4. Oktober mit englischen Übertiteln. Beim Berliner Theatertreffen 2013 als Inszenierung und Bühnenbild des Jahres sowie mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST 2013 für Regie und Bühne ausgezeichnet, erzählt Perceval differenziert und sensibel Falladas monumentalen Roman über Widerstand und Kompromittierung im Nazideutschland.
Die Lesung Der ungeteilte Himmel, eine Kooperation zwischen dem Thalia und dem Harbour Front Literaturfestival, widmet sich am 3. Oktober der Literatur der DDR. Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer: Ein guter Anlass, auf das Land zu schauen, das sich dahinter verbarg. Mit Texten von Christa Wolf, Stefan Heym, Ulrich Plenzdorf, Uwe Johnson, Sarah Kirsch, Jurek Becker, Brigitte Reimann, Thomas Brasch, Christoph Hein, Jürgen Fuchs und anderen Autoren entsteht ein facettenreiches, auch widersprüchliches Porträt der ehemaligen DDR. Es lesen die Thalia-Ensemblemitglieder Barbara Nüsse, Jens Harzer, Alexander Simon und Patrycia Ziolkowska.
Dies ist eine Zeitreise in die jüngere Geschichte.





