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Kulturschloss Wandsbek
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Das Ohnsorg-Theater im Januar

Das Jahr 2019 beginnt am Ohnsorg-Theater mit der großen Frage: Wer hat eigentlich die Hosen an? Die plattdeutsche Erstaufführung von John von Düffels Komödie De dresseerte Mann“ nach dem Bestseller „Der dressierte Mann“ von Esther Vilar feiert am 13. Januar Premiere im Großen Haus. Darin wird das Rollenverständnis in – vermeintlich – emanzipierten Beziehungen des 21. Jahrhunderts ausgelotet. Helene (Nadine Rosemann) erhält die Beförderung, auf die ihr Partner Bastian (Tim Ehlert) selbst insgeheim spekuliert hatte. Das Brisante: Er wollte ihr gerade einen Heiratsantrag machen. Und ungebeten treten beider Mütter auf den Plan – die Emanze (Meike Meiners) und die Zahnarztgattin in dritter Ehe (Birte Kretschmer). Nadine Rosemann steht in diesem Stück das erste Mal auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters.

Vom 3. bis 12. Januar steht mit „Tratsch op de Trepp“ der beliebte Ohnsorg-Klassiker mit Heidi Mahler wieder auf dem Spielplan. Darin spielt die Grande Dame des Ohnsorgs die berüchtigte Meta Boldt, die regelmäßig an Türen lauscht und Gerüchte über ihre Nachbarn in Umlauf bringt. Alle Vorstellungen sind bereits restlos ausverkauft.

Musikalisch wird es am 6. Januar, wenn das „Polizeiorchester Hamburg“ dem Publikum mit maritimen Klängen, traditioneller Blasmusik, moderner Unterhaltungsmusik sowie mit Klassik, Jazz, Swing und Filmmusik einheizt. 

Bis zum 27. Januar steht die Wiederaufnahme von „NippleJesus“ noch auf dem Spielplan des Ohnsorg Studios. In dem Monolog von Nick Hornby über die Absurditäten zeitgenössischer Kunst soll Museumswächter Hauke (Oskar Ketelhut) ein ganz besonderes Kunstwerk bewachen. Nach anfänglicher Skepsis beginnt er das Kunstwerk mit allen Mitteln zu verteidigen …

Etwas Politik zum Schluss: Das Ohnsorg-Theater gehört zu den Erstunterzeichnern der „Hamburger Erklärung der Vielen“. Damit setzen wir zusammen mit vielen anderen Hamburger Kunst- und Kulturinstitutionen ein Zeichen gegen Rassisimus und für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Statement des Ohnsorg-Intendanten Michael Lang: „Dat Ohnsorg-Theater is dorbi, wiel uns Döören för all Lüüd openstaht, egal wat för’n Spraak se snackt.“ (Hochdeutsche Übersetzung: „Das Ohnsorg-Theater ist dabei, weil unsere Türen allen offenstehen, egal, welche Sprache sie sprechen.“)

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