Asal Dardan liest aus „Betrachtungen einer Barbarin“
Deutscher Sachbuchpreis 2021 – Asal Dardan begibt sich auf die Suche nach einer gemeinsamen Sprache und der Überbrückung des Gegensatzes von „Wir“ und den „Anderen“. Zivilisationen, Kulturen, Nationen, schreibt sie, würden nicht getrennt entstehen, sondern nur getrennt voneinander erzählt werden. In Zeiten der aktuellen Identitätsdebatten spielt nichts so sehr eine Rolle wie die Nicht-Orte Herkunft oder Zugehörigkeit. Der Verlust von Heimat könne ins Positive gewendet werden, hieß es in der Welt, da Dardan als Kosmopolitin die Geschichte des Aufwachsens in der Fremde und ihrer Suche nach Identität eine optimistische Note gebe. „ Wie die Autorin Momente ihrer eigenen Geschichte und Exilerfahrung „ … assoziativ mit Gedanken über Lektüre (Arendt, Said) und Gesellschaftsphänomene verquickt, hält Beutge (Deutschlandfunk Kultur) für anregend und ertragreich, vor allem dann, wenn sich die Elemente der Texte organisch verbinden und zu Fragestellungen führen.“
Asal Dardan, geb. 1978 in Teheran, wuchs nach der Flucht ihrer Eltern aus dem Iran in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim ud Nahoststudien in Lund. Als freie Autorin schreibt sie u.a. für Zeit Online, die FAZ und die Berliner Zeitung. Für ihren Text Neue Jahre wurde sie mit dem Caroline Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Nach Jahren auf Oland in Schweden lebt Dardan heute in Berlin.
Moderation: Jana Halamickova, Datum: Dienstag, 11.01.2022, Zeit: 19.30 Uhr, Ort: Literaturhaus, Schwanenwik 38





